Pressearbeit

Nur halbherzige Trippelschritte in Richtung Klimaschutz!

Im Vorfeld zur Kommunalwahl hatten alle Parteien und der Bürgermeister das Thema Klimaschutz als einen großen Schwerpunkt für ihre zukünftige Arbeit hervorgehoben. Unsere Fraktion hat mit 4 Anträgen zum Haushalt die Verwaltung und die anderen Parteien daher auf die Probe gestellt. Wie ernst ist es gemeint mit dem angekündigten Klimaschutz? 

Vom Bürgermeister wurde der Förderantrag für eine*n Klimamanager*in schon als Meilenstein dargestellt. Nicht erwähnt hat er, dass es 2020 unser grüner Antrag dazu war, dem der Rat dann zustimmte. In diesem Jahr beantragten wir ein E- Lastenrad für den Bauhof für leichte Arbeiten im Dorf und auf dem Bahntrassen- Radweg, außerdem ein E-Bike für die Verwaltung. Dabei stellte sich heraus, dass bereits zwei solcher Elektroräder ungenutzt im Keller des Rathauses stehen. So wird das wohl nichts mit einem Umstieg auf klimafreundliche Mobilität, wenn schon die Verwaltung sich nicht als Vorbild versteht. Weiterhin lehnten die anderen Fraktionen auch unsere Anträge für Maßnahmen zur Verbesserung der Radfahrersicherheit und die Bereitstellung von Mitteln für die geplante Mobilitätsstation am Bahnhof ab. 

Besonders pikant ist die Ablehnung unseres Antrages, einen Betrag von 100.000 € aus dem 4,4 Mio Ansatz für den Kauf von Gebäuden im Ortskern abzuzweigen. Wir haben vorgeschlagen, statt in Beton in Wald zu investieren und vom Borkenkäfer ruinierte Parzellen aufzukaufen, um dort eine naturnahe Wiederbewaldung zu ermöglichen. So könnte Kleinwaldbesitzern geholfen werden, die nach dem Verlust der Holzernte nicht über die Mittel verfügen, eine Wiederbewaldung in Angriff zu nehmen. CDU, SPD, UWG und FDP lehnten das ab, nachdem der Bürgermeister haushaltsrechtliche Bedenken geltend gemacht hatte. Wir meinen: Als wahrer Zauberer der Zahlen und der Worte wären solche ernstgemeinten Schritte für entschiedenen Klimaschutz kein Problem für ihn und den Haushalt. Wir kritisieren besonders CDU und FDP: Während sie den vorgeschlagenen Waldkauf in Marienheide ablehnen, unterstützen sie genau diesen Vorschlag des Landrats im Kreistag. Gut, dass die Bürger davon so wenig mitbekommen! Wir jedenfalls werden weiter auf schnelle und wirksame Maßnahmen zum Klima- und Artenschutz drängen. Der Vorsitz im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz wird uns dabei neue Möglichkeiten eröffnen.